Posts Tagged ‘Klimawandel’

Und die Erde ist eine Scheibe…

10. März 2017

EPA head Scott Pruitt denies that carbon dioxide causes global warming (www.theguardian.com)

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Vahrenholt macht den Sarrazin

10. Februar 2012

Nachdem Sarrazin sich selbst zum Fachmann für Genetik und Demografie ausgerufen hat, schreibt Vahrenholt ein Büchlein über die „CO2-Lüge“ und wird dafür von der Bild-Zeitung zum „renommierten Forscher“ geadelt. Naja. Der Mann hat zwar vor über 30 Jahren mal eine Dissertation geschrieben, aber seitdem hat er vor allem eine Karriere als Politiker und Manager bei RWE hingelegt. Ob er da wirklich Zeit zum Forschen gehabt hat?

Das Büchlein ist wohl eher nicht für andere Wissenschaftler gedacht, sondern für Leute, die von „dieser ganzen Klimasache“ genervt sind und endlich wieder in Ruhe mit ihrem dicken Benz über die Autobahn rasen wollen. So wie Sarrazin gewissen Menschen die Absolution für offen gelebten Rassismus erteilt hat, stellt Vahrenholt jetzt den Energieverschwendern einen Freifahrtschein aus. Ganz toll.

Ist Geoengineering eine Alternative zur Emissionsminderung?

16. November 2011

Nicht wirklich, meint Olivier Sterck:

I confirm the fear which is common among geoengineering opponents: abatement is reduced if geoengineering is expected to be available in the future. The long-run implications of the model are also alarming as geoengineering will not be undertaken progressively. The sudden implementation of geoengineering, together with the sharp jump in temperature induced, may disturb climate equilibrium and fragile ecosystems.

World Energy Outlook 2011

10. November 2011

Der World Energy Outlook 2011 ist gestern erschienen. Komisch, dass die Medien noch gar nicht davon berichten. Naja, er wird offiziell morgen in Berlin vorgestellt, vielleicht wird das dann zum Anlass genommen. Der WEO 2011 ist 666 Seiten lang – ein Zeichen für die bevorstehende Apokalypse? Nein, ganz so schlimm kommt es nicht. Allerdings stellt der WEO 2011 schon einen Weckruf an die Politik dar:

We read here of the way carbon emissions are already “locked-in” because of the nature of the plant and equipment which we continue to build. If we do not change course, by 2015 over 90% of the permissible energy sector emissions to 2035 will already be locked in. By 2017, 100%. We can still act in time to preserve a plausible path to a sustainable energy future; but each year the necessary measures get progressively tougher and viciously more expensive. So, let’s not wait any longer!

Das Ganze ist auch deswegen von Bedeutung, weil die International Energy Agency (IEA), die den WEO herausgibt, alles andere als eine Umweltschutzorganisation ist. Doch auch die IEA hat den Ernst der Lage erkannt. Ob man auf sie hören wird?

Dinge, die einfach falsch laufen

4. November 2011

Der neue Käfer sieht wirklich toll aus:

Aber wie kann VW in den heutigen Zeiten einen neuen Kleinwagen vorstellen, der in der Basisvariante noch immer 137 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt???

Es brennt an allen Fronten

4. November 2011

Während die EU aus Dummheit und Borniertheit an der Lösung ihrer hausgemachten Probleme scheitert, geht der Anstieg der weltweiten CO2-Emissionen fröhlich weiter und übertrifft inzwischen sogar den „Worst Case“ des IPCC-Reports von 2007. Es brennt an allen Fronten, die Politik kommt mit der Lösung der Probleme nicht mehr nach, statt Dinge zu reparieren werden sie notdürftig geflickt. Im Euroraum steigt die Arbeitslosigkeit, die Staaten versuchen zu sparen, die Haushalte versuchen zu sparen – woher soll die Nachfrage kommen?

Naja, wenigstens scheint die Sonne und bald ist Wochenende. Tipp: Tut Euch und der Welt etwas Gutes. Geht in ein veganes Restaurant, bestellt ein richtig tolles  Menü mit ein, zwei Flaschen Wein aus ökologischem Anbau und gebt der Bedienung ein fettes Trinkgeld. Wenn alle mitmachen, kommen wir vielleicht noch irgendwie da heraus.

Science Fiction für Verzweifelte

26. September 2011

Da es der Menschheit nicht gelingen will, die weltweiten Treibhausgasemissionen zu reduzieren, werden jetzt andere Mittel zur Vermeidung eines katastrophalen Klimawandels gesucht. Unter dem Stichwort „Geo-Engineering“ träumt man davon, die Zusammensetzung der Atmosphäre zu verändern und dadurch die Sonneneinstrahlung auf der Erdoberfläche zu verringern.

Das klingt zunächst einmal nach Science Fiction. Ist es aber nicht, jedenfalls nicht mehr lange. Das Umweltbundesamt gibt allen Ernstes jetzt schon Gelder aus, um die Effekte des Geo-Engineerings zu erkunden. Ein entsprechendes Projekt ist gerade ausgeschrieben worden. Die Laufzeit des Projekts soll 26 Monate betragen, es handelt sich also um ein ziemlich umfangreiches Projekt. Bei den üblichen Kostensätzen für Wissenschaftler kann man davon ausgehen, dass der Budgetrahmen locker im siebenstelligen Bereich liegt. Wenn das UBA einen Millionenbetrag für diese Forschung bereitstellt, ist das keine rein ademische Spielerei mehr. Geo-Engineering wird in den nächsten Jahren allen Ernstes auf der politischen Agenda auftauchen.

Die Verzweiflung muss schon groß sein, wenn man mittlerweile so weit ist.