Archive for the ‘Wirtschaft’ Category

Ken Arrow über Sozialismus

16. März 2017

Dank RWER bin ich auf einen interessanten Text von Ken Arrow aus em Jahr 1978 gestoßen: „A Cautious Case for Socialism„.

In a capitalist society, economic power is very unequally distributed, and hence democratic government is inevitably something of a sham. […] So long as the state power can be democratically run, much of this distortion of the democratic process should be minimized under socialism. Income inequalities should be greatly reduced.

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1936 und 2016

11. Dezember 2016

Larry Elliott: Keynesian economics: is it time for the theory to rise from the dead?

John Maynard Keynes penned his General Theory in 1936. Faced with the upheaval of 2016, what would a cryogenically frozen Keynes do?

Maurice Obstfeld ist der neue Chefökonom beim IWF

21. Juli 2015

Das freut mich sehr. Maurice Obstfeld hat zusammen mit Paul Krugman das beste Lehrbuch im Bereich „International Economics“ geschrieben. Das habe ich selbst schon als Student benutzt, und heute verwende ich es in meinen eigenen Vorlesungen.

Obstfeld ist sicherlich jemand, der die Probleme der unvollständigen Währungsunion in Europa ganz genau versteht. Hoffentlich kann er mit seinem Sachverstand die IWF-Politik beeinflussen.

Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn führende SPD-Politiker die Studien ihrer parteinahen Friedrich-Ebert-Stiftung läsen

3. Juli 2015

Dirk Ehnts beschäftigst sich in einer aktuellen Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung mit der Geld- und Fiskalpolitik im Euroraum. Sein Fazit:

Möchte man die Nachfrageschwäche nicht auf Kosten des Auslands beheben und fällt eine weitere Erhöhung der Verschuldung des inländischen privaten Sektors zur Belebung des Wirtschaftskreislaufes aus, bleibt zur Überwindung der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise kurz- bis mittelfristig nur eine Erhöhung der öffentlichen Ausgaben und damit der öffentlichen Verschuldung.
Das wäre also die Abkehr von der Austerität bzw. Sparpolitik. Trotzdem bleibt die SPD-Spitze mit ihren öffentlichen Äußerungen hartnäckig beim alten Kurs und verteidigt die Fortsetzung der Sparpolitik. Schade.

Neue IWF-Studie zur griechischen Staatsverschuldung

3. Juli 2015

Kurz vor dem griechischen Referendum über ein Troika-Angebot, das angeblich gar nicht mehr gilt, erscheint eine neue IWF-Studie zur griechischen Staatsverschuldung. Danach glaubt selbst der IWF nicht mehr, dass der griechische Staat seine Kredite zu den bestehenden Konditionen tragen kann. Eine Umstruktierung oder gar ein „Haircut“ seien notwendig.

Zum Thema Griechenland

2. Februar 2015

Statt selbst etwas über die neue griechische Regierung und ihren wirtschaftspolitischen Kurs zu schreiben, verlinke ich einfach auf diesen von Edward Fullbrook initiierten Appell.

 We the undersigned call on the governments of Europe, the European
Commission, the European Central Bank and the IMF to respect the decision
of the Greek people to choose a new course and to  engage the new
government of Greece in good faith negotiations to resolve the Greek debt.

[…]

Die Deflation ist da

16. Januar 2015

Eurostat:

Euro area annual inflation was -0.2% in December 2014, down from 0.3% in November. This was the lowest rate recorded since September 2009. […] In December 2014, negative annual rates were observed in sixteen Member States.

Diese Zahlen beziehen sich auf den HVPI, der die gesamte Palette an Konsumgütern erhält. Die Kerninflation (ohne Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak) liegt immerhin noch bei 0,7%. Trotzdem sieht das alles nicht gut aus.

Das neue Außenwirtschaftsministerium

23. Februar 2014

SPON berichtet, dass das Außenministerium der Bundesrepublik – endlich – die Realität anerkennt und auf die negativen Folgen der deutschen Außenhandelsüberschüsse hinweist. Gut so, vorwärts!

Sparen macht krank

22. Februar 2014

Spiegel Online berichtet über eine neue Studie über die Auswirkungen der Austeritätspolitik auf die Gesundheit der Griechen. Die Ergebnisse sind schockierend:

Demnach hat die drastische Sparpolitik während der seit sechs Jahren andauernden Krise in Griechenland verheerende Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung. […]

In Griechenland traf dieser rigide Sparkurs vor allem Vorsorgeprogramme hart: So wurde die Ausgabe von Spritzen und Kondomen an Drogenabhängige gekürzt. Die Folge: Die Zahl der HIV-Neuinfektionen unter denen, die Drogen spritzen, stieg von 15 im Jahr 2009 auf 484 drei Jahre später. Den Krankenhäusern wurde das Budget um ein Viertel reduziert, die Ausgaben für Medikamente wurden auf die Hälfte zusammengestrichen. […]

Auch die Säuglingssterblichkeit ist den Zahlen zufolge um 43 Prozent gestiegen.

Diese Entwicklungen sind nicht akzeptabel. Ich erwarte und verlange von den Parteien, die im Main zur Europawahl antreten, konkrete Vorschläge zur Verbesserung.

Wie das außenwirtschaftliche Gleichgewicht abhanden kam

10. Februar 2014

Ein neues Paper von Jose Luis Diaz Sanchez, Aristomene Varoudakis kommt zu dem Fazit:

Imbalances in the Eurozone periphery were mainly driven by a domestic demand boom, triggered by greater financial integration, with changes in the periphery’s competitiveness playing only a minor role. Internal devaluation may thus have been of limited effectiveness in restoring external balances, although better external competitiveness may eventually boost medium-term growth.

Insofern ist die Strategie der internen Abwertung, wie sie in Griechenland und Spanien gerade versucht wird, nicht besonders sinnvoll. Sie ist sogar überaus kontraproduktiv, wenn sie zur Deflation führt und dadurch den realen Wert der nominalen Schulden erhöhrt.