Archive for Februar 2014

Das neue Außenwirtschaftsministerium

23. Februar 2014

SPON berichtet, dass das Außenministerium der Bundesrepublik – endlich – die Realität anerkennt und auf die negativen Folgen der deutschen Außenhandelsüberschüsse hinweist. Gut so, vorwärts!

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Sparen macht krank

22. Februar 2014

Spiegel Online berichtet über eine neue Studie über die Auswirkungen der Austeritätspolitik auf die Gesundheit der Griechen. Die Ergebnisse sind schockierend:

Demnach hat die drastische Sparpolitik während der seit sechs Jahren andauernden Krise in Griechenland verheerende Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung. […]

In Griechenland traf dieser rigide Sparkurs vor allem Vorsorgeprogramme hart: So wurde die Ausgabe von Spritzen und Kondomen an Drogenabhängige gekürzt. Die Folge: Die Zahl der HIV-Neuinfektionen unter denen, die Drogen spritzen, stieg von 15 im Jahr 2009 auf 484 drei Jahre später. Den Krankenhäusern wurde das Budget um ein Viertel reduziert, die Ausgaben für Medikamente wurden auf die Hälfte zusammengestrichen. […]

Auch die Säuglingssterblichkeit ist den Zahlen zufolge um 43 Prozent gestiegen.

Diese Entwicklungen sind nicht akzeptabel. Ich erwarte und verlange von den Parteien, die im Main zur Europawahl antreten, konkrete Vorschläge zur Verbesserung.

Wie das außenwirtschaftliche Gleichgewicht abhanden kam

10. Februar 2014

Ein neues Paper von Jose Luis Diaz Sanchez, Aristomene Varoudakis kommt zu dem Fazit:

Imbalances in the Eurozone periphery were mainly driven by a domestic demand boom, triggered by greater financial integration, with changes in the periphery’s competitiveness playing only a minor role. Internal devaluation may thus have been of limited effectiveness in restoring external balances, although better external competitiveness may eventually boost medium-term growth.

Insofern ist die Strategie der internen Abwertung, wie sie in Griechenland und Spanien gerade versucht wird, nicht besonders sinnvoll. Sie ist sogar überaus kontraproduktiv, wenn sie zur Deflation führt und dadurch den realen Wert der nominalen Schulden erhöhrt.