Archive for Oktober 2013

Links für heute

31. Oktober 2013

SPON: „Exportstärke: USA üben scharfe Kritik an Deutschlands Wirtschaftspolitik“

Dazu passt die plumpe Hetzschrift gegen Olivier Blanchard, die vor kurzem auf focus.de erschien: „IWF-Ökonom mit RechenschwächeDer Sparer-Enteigner schlägt schon wieder zu„.

Ich kann mich noch immer nicht so recht entscheiden, was hinter der wirtschaftspolitischen Strategie der Bundesregierung, die vom treuen Focus stetige Schützenhilfe erhält, steckt. Purer Nationalismus oder pure Dummheit?

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Wie der Sparkurs in andere Länder „überschwappt“

24. Oktober 2013

„Spillover effects“ zwischen verschiedenen ökonomischen Einheiten entstehen immer dann, wenn die Entwicklung der einen Einheit sich auf die Entwicklung von anderen Einheiten auswirkt. Diese Effekte können positiv sein, beispielsweise wenn ein Unternehmen neue Technologien entwickelt die auch von anderen Unternehmen genutzt werden können. Sie können auch negativ sein, beispielsweise wenn einzelne EU-Staaten einen halsbrecherischen Sparkurs einschlagen und damit nicht nur die Nachfrage im eigenen Land sondern auch in den Nachbarländern schwächen.

Erste Modellrechnungen gibt es mittlerweile in einem Diskussionspapier der EU-Kommission zu sehen. Fazit: „spillover effects from simultaneous consolidations in all euro area countries at the same time have further exacerbated the recession in programme and vulnerable countries. […] The negative spillover effects from consolidations in surplus countries raises the question whether a temporary stimulus in AAA-rated countries could help the required rebalancing process in the euro area. […] it would support growth in the core countries and spillovers to the periphery countries would ease their adjustment“.

Ein interessanter Vorschlag.

Merkel beschwert sich

24. Oktober 2013

Merkel beschwert sich in Washington über die angebliche Überwachung ihrer Kommunikation. Schade, dass sie erst jetzt tätig wird. Monatelang hat sie sich um die Abhöraffäre nicht gelümmert, weil ja nur Millionen von gemeinen Bundesbürgern betroffen waren. Aber jetzt, da sie selbst angeblich Opfer der US-Überwachung wurde, ist die Empörung groß.

Aber besser spät als nie.

Streit um die Geldpolitik

14. Oktober 2013

Die Welt berichtet, dass der IWF zunehmend genervt ist von der Borniertheit einiger Entscheidungsträger bei der EZB, die nach wie vor auf dem ausschließlichen Ziel „Preisstabilität“ herumreiten.

Selbst wenn man dem Ziel „Preisstabilität“ hohe Priorität einräumt, ist gegenwärtig genug Spielraum für eine lockere Geldpolitik vorhanden. Die Inflationsrate liegt im Euroraum bei lediglich 1,1 Prozent, also im kaum noch messbaren Bereich.