Eine mögliche Klausurfrage

Verwenden Sie die von Blanchard & Illing beschriebene makroökonomische Theorie.

Nehmen Sie an, dass Sie für die Fiskalpolitik einer Volkswirtschaft zuständig sind. Ihre Volkswirtschaft weist eine jährliche Inflationsrate von 1,4% und ein reales BIP-Wachstum von -0,2% zum Vorquartal bzw. -1,1% zum selben Quartal des Vorjahres auf. Die Zinsen befinden sich auf einem historisch niedrigen Niveau; ihre Volkswirtschaft steht am Rande einer Liquiditätsfalle.

a) Würden Sie sich für eine expansive Fiskalpolitik oder eine restriktive Fiskalpolitik entscheiden?

b) Die oben genannten Zahlen geben die tatsächliche Situation des Euroraums im Juni 2013 wieder. Können Sie erklären, warum die Fiskalpolitik in dieser Volkswirtschaft restriktiv angelegt ist?

c) Vergleichen Sie Ihre Antwort auf (b) mit Ihrer Antwort auf (a). Welche Empfehlung haben Sie für die Fiskalpolitik im Euroraum?

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4 Antworten to “Eine mögliche Klausurfrage”

  1. ND Says:

    Interessante Klausuraufgaben. Insbesondere a) und b) . Bei c) bin ich mir nicht so sicher, ob die nicht vielleicht zu suggestiv ist und bereits die „richtige“ Antwort präjudiziert?

  2. Pointless Says:

    Wie geht man mit folgendem, paradox scheinendem, Sachverhalt um: Die wirtschaftliche Lage in USA, Japan und Europa schreien nach ultralockerer Geldpolitik. Kurzfristig scheint das die fragile Konjunktur ja zu stützen, aber führt die Politik der FED nicht zwangsläufig in eine Anleihen- und/oder Aktienblase, da aufgrund der Hyperliquidität sichere Anlegehäfen gesucht werden, die irgendwann überhitzen und langfristig einen Crash hervorrufen, der letzten Endes die Erfolge der lockeren Geldpolitik zunichte machen und wiederum in eine weltweite Finanzkrise münden, weil Fehlinvestitionen sog. „too big too fail“ – Banken zum Einsturz bringen und die Weltwirtschaft in die nächste Depression stürzen?

    • redrockreason Says:

      Eine Blasenbildung ist im Prinzip nicht auszuschließen, allerdings sehe ich bisher keine. Ich denke und hoffe, dass man bei der EZB die Märkte gut beobachtet und bei Antzeichen von Blasenbildung geeignete Maßnahmen ergreift (anders als die blinde und taube Fed in den Jahren der US-Immobilienblase).

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