Schäuble erhält heute den Karlspreis

Der Aachener Karlspreis wird in Erinnerung an Karl den Großen an Personen verliehen, die sich um die Einigung Europas besondere Verdienste erworben haben. Das ist im Prinzip eine sehr gute Idee. Aber gerade in den letzten Jahren hat die Jury ein paar Entscheidungen getroffen, die ich nicht nachvollziehen kann. Das fing mit Bill Clinton an, der sich mit seiner erfolgreichen Präsidentschaft zweifellos große Verdienste für die USA erworben hat. Aber was genau war noch mal sein Beitrag zur Einigung Europas?

Es wurde dann immer schlimmer mit der Verleihung des Preises in 2008 an Angela Merkel, in 2011 an Jean-Claude Trichet  und jetzt in 2012 an Wolfgang Schäuble. Diese drei Personen haben wesentliche Beiträge zur Schwächung, nicht Stärkung, der europäischen Einigung geleistet. Alle drei stehen für eine bornierte, engstirnige und ideologisch verblendete Wirtschaftspolitik, die zu Elend und Armut in zahrleichen EU-Mitgliedsstaaten führt und maßgeblich an den derzeitigen Schwierigkeiten in Griechenland schuld ist.

Die EU befindet sich in einer schweren Krise , vielleicht der schwersten in ihrer Geschichte. In einer solchen Lage sollte man nicht Preise für irgendwelche angeblichen Verdienste verleihen. Besser wäre es, die Verleihung des Karlspreises auszusetzen, bis die Krise überwunden ist. Dann kann man beurteilen, wer zur Krisenüberwindung beigetragen hat und sich dadurch einen Preis verdient hat. Ein möglicher Kandidat in zwei oder drei Jahren könnte dann Francois Hollande sein.

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