Warum die Euro-Länder ihre Top-Ratings verlieren

Manche vermuten hinter dem Downgrading  einiger Euro-Staaten eine Verschwörung der US-dominierten Ratingagentur S&P. Stimmt nicht, sagt Wolfgang Münchau auf Spiegel Online. Genau wie Paul Krugman hat er sich die Mühe gemacht, das Kleingedruckte in der Erklärung von S&P zu lesen. Und da steht:

Wir glauben auch, dass die Vereinbarung (der europäischen Staats- und Regierungschefs vom 9. Dezember) die Ursache der Krise in Teilen verkennt. Sie basiert auf der Annahme, dass sich die aktuelle Finanzkrise in erster Linie durch unverantwortliche Fiskalpolitik der Peripherie ergibt. Aus unserer Sicht sind jedoch die finanziellen Probleme der Euro-Zone eine Folge steigender außenwirtschaftlicher Ungleichgewichte und Unterschiede in der Wettbewerbsfähigkeit zwischen dem Euro-Zonen-Kern und der sogenannten Peripherie.

Mit anderen Worten: Es ist nicht der mangelnde Wille zu noch mehr Sparsamkeit, der S&P zum Downgrading veranlasst hat. Es ist das mangelnde Verständnis der Regierungen in Berlin, Paris und anderen Hauptstädten. Diese Regierungen haben noch immer nicht verstanden, wo die wahren Ursachen der Krise zu finden sind.

Advertisements

Schlagwörter: , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: