Ich werde doch noch zum EU-Skeptiker…

… wenn ich die neuesten Auslassung des deutschen EU-Kommissars Günther Oettinger (CDU) lese. Wie die FTD berichtet, hält dieser die griechische Verwaltung für unfähig und will nun „EU-Beamte mit der Privatisierung des griechischen Staatsbesitzes und der Steuereintreibung zu beauftragen“. Denn:

Sie könnten ohne Rücksicht auf Widerstände agieren und den Schlendrian beenden.

Man stelle sich mal, in den Jahren 2002 bis 2006, als Deutschland permanent gegen die Neuverschuldungsgrenze von Maastricht verstieß, wären EU-Beamte von Brüssel nach Deutschland ausgerückt, um bei deutschen Behörden den „Schlendrian“ zu beenden und „ohne Rücksicht auf Widerstände“ der deutschen Staatsbürger zu „agieren“.

Hier ist eine Grenze überschritten worden, die nicht überschritten werden darf. Aber wen wundert’s? Günter Oettinger ist immerhin der Mann, der als Ministerpräsident von Baden-Württemberg noch lobende Worte für den NS-Richter Hans Filbinger (der seine Todesurteile gegen Soldaten, die kurz vor Kriegsende desertiert waren, mit dem Spruch „Was damals rechtens war, kann heute nicht Unrecht sein“ rechtfertigte) fand.

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