Als die Deutsche Bank dringend Geld brauchte

Die Nachdenkseiten verweisen heute auf einen interessanten Artikel von Bloomberg zur Rettung der US-amerikanischen Banken mit Hilfe von Notkrediten der US-Zentralbank. Im September 2008, wir erinnern uns, war das Misstrauen der Banken untereinander so groß, dass sie sich gegenseitig keine Kredite mehr geben wollten. Das führte zu Problemen, denn Banken müssen sich regelmäßig Geld von anderen Banken leihen. Wenn ihnen das nicht gelingt, können sie ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Mit anderen Worten: sie sind zahlungsunfähig. Das kann zu einem Teufelskreis führen. Durch wachsendes Misstrauen wächst das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit, was wiederum so noch größerem Misstrauen führt. Aus diesem Grund haben damals die meisten Staaten ihren Banken Notkredite zur Verfügung gestellt und dadurch die Finanzmärkte stabilisiert.

So weit, so gut.

Das Interessante an dem Bloomberg-Artikel ist nun, was man darin über die Deutsche Bank zu lesen bekommt:

Even banks that survived the crisis without government capital injections tapped the Fed through programs that promised confidentiality. London-based Barclays Plc (BARC) borrowed $64.9 billion and Frankfurt-based Deutsche Bank AG (DBK) got $66 billion. Sarah MacDonald, a spokeswoman for Barclays, and John Gallagher, a spokesman for Deutsche Bank, declined to comment.

Josef Ackermann hat sich allerdings gern damit gebrüstet, dass die Deutsche Bank angeblich keine staatliche Hilfe gebraucht habe. Er hat sogar gesagt, er würde sich schämen, wenn er für die Deutsche Bank staatliche Hilfe in Anspruch nehmen müsste.

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