Was passiert denn da im konservativen Lager?

Die eher konservative FAZ erlaubt ihren Autoren Jens Beckert und Wolfgang Streeck, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der letzten 30 Jahre (also ziemlich genau seit der „geistig-moralischen Wende“ des Helmut Kohl) in Frage zu stellen:

Nachdem die Zuwächse des Sozialprodukts während der vergangenen dreißig Jahre vornehmlich den oberen Bevölkerungsschichten zugutekamen, stellt sich in der Schuldenkrise die Frage, ob und mit welchen Mitteln die Wohlhabenden versuchen werden, ihre Position auch um den Preis einer massiven sozialen und politischen Krise zu verteidigen.

Erstaunlich, was da gerade im konservativen Lager passiert. Vielleicht war der Artikel von Frank Schirrmacher („Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“) ja ein Weckruf.

Advertisements

Eine Antwort to “Was passiert denn da im konservativen Lager?”

  1. Stefan Wehmeier Says:

    Die Irrelevanz der Politik

    „Im Grunde ist Politik nichts anderes als der Kampf zwischen den Zinsbeziehern, den Nutznießern des Geld- und Bodenmonopols, einerseits und den Werktätigen, die den Zins bezahlen müssen, andererseits.“

    Otto Valentin („Warum alle bisherige Politik versagen musste“, 1949)

    Solange unsere fehlerhafte Geld- und Bodenordnung, die aufgrund einer Programmierung des kollektiv Unbewussten (Religion) gänzlich unreflektiert aus der Antike übernommen wurde, so ist wie sie ist, gibt es keine „politische Lösung“ für die daraus resultierende systemische Ungerechtigkeit der Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz, die alle Hochkulturen und Weltreiche in der Geschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit zerstörte:

    http://www.deweles.de/files/untergang.pdf

    Ist diese „Mutter aller Zivilisationsprobleme“ durch eine konstruktive Geldumlaufsicherung in Verbindung mit einem allgemeinen Bodennutzungsrecht (Natürliche Wirtschaftsordnung) restlos beseitigt, wird nicht nur die Politik obsolet, sondern auch die Religion:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

    Wie naiv ist es also, von „Spitzenpolitikern“, die gar nichts von Makroökonomie verstehen und auch nichts verstehen dürfen, um ihre „gesellschaftliche Position“ in „dieser Welt“ (Zinsgeld-Ökonomie, zivilisatorisches Mittelalter) überhaupt ertragen zu können, zu erwarten, sie könnten die „Finanzkrise“ beenden. Tatsächlich wird die „Finanzkrise“ (korrekt: globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon) die „hohe Politik“ beenden:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/08/666-tage.html

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: