Archive for Mai 2011

Der Tag geht heiter weiter

28. Mai 2011

Meldung aus dem neuen Vorwärts:

 

Peter Struck ist 68 Jahre alt.

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Der Tag beginnt mit einem Lachanfall

28. Mai 2011

Ich schaue aus dem Fenster und erblicke das Auto, das jemand am Straßenrand gegenüber geparkt hat. Es ist dickes, schwarzes SUV. Auf dem Heck prangt ein leuchtend gelber Aufkleber: Atomkraft, nein danke.

Griechenland: Infrastruktur zum Schnäppchenpreis

27. Mai 2011

Unter dem Druck der griechischen Regierung mit Sitz in Brüssel und Washington werden in Kürze die staatseigenen Unternehmen zum Schnäppchenpreis verhökert. Wie ich schon gestern vermutete: Die privaten Investoren wird das freuen.

Dazu passend meldet das Handelsblatt, dass das Unternehmen Fraport (das u.a. den Frankfurter Flughafen betreibt) Interesse am Flughafen Athen hat. Doch damit nicht genug, Fraport will noch weiter expandieren. Der Chef des Unternehmen kündigt an: „Athen, Madrid, Barcelona und vielleicht der ein oder andere Flughafen in England wären sicher interessant“. Spanier und Engländer (oder meint er Briten?) sind also vorgewarnt…

Die griechische Regierung mit Sitz in Brüssel und Washington zielt auf maximalen Schaden

26. Mai 2011

Die Frankfurter Rundschau meldet:

Jetzt machen die EU und der IWF Druck: sie wollen weitere Hilfsgelder nur freigeben, wenn Athen endlich Ernst macht mit den Privatisierungen.

Es ist völliger Blödsinn, in der gegenwärtigen Lage irgendwelche Privatisierungen durchzuführen. Der Börsengang der Deutschen Bahn wurde im Herbst 2008 wegen der schlechten Wirtschaftslagezunächst abgeblasen. Es gab und gibt auch andere Argumente gegen diesen Börsengang, aber trotzdem bleibt es natürlich richtig, dass man Privatisierungen nur dann durchführen sollte, wenn der Staat dadurch einen Gewinn erzielt. Das heißt: Die staatlichen Unternehmen müssen zu einem Preis verkauft werden, der ihren tatsächlichen Wert übersteigt. Das ist in der gegenwärtigen Lage wohl kaum gegeben. IWF und EU treiben Griechenland also in ein Minusgeschäft hinein.

Die privaten Investoren wird das freuen.

DIW-Wochenbericht: „Chancen der Energiewende“

26. Mai 2011

Das DIW äußert sich im aktuellen Wochenbericht zur Energiewende.

Schuster, bleib bei deinen Leisten…

26. Mai 2011

… pflegte man früher zu sagen. Heutzutage gibt es kaum noch Schuster, weil man verschlissene Schuhe einfach wegschmeißt und neue kauft. Deswegen wird die kommende Generation dieses Sprichwort wohl nicht mehr verstehen.

Ich schlage darum eine Modernisierung vor:

Popsternchen bleib bei deiner Trällerei

Denn wenn kleine, aufstrebende Popsternchen sich zu politische Themen äußern, kommt nur selten etwas Gutes dabei heraus

Deutsche sind keine Islamisten – oder?

24. Mai 2011

Spiegel Online meldet: „Islamist mit deutschem Pass in Afghanistan festgenommen„.

Wenn der Mann einen deutschen Pass (legal) besitzt, ist er Deutscher. Müsste die Schlagzeile dann nicht „Deutscher Islamist in Afghanistan festgenommen“ lauten? Aber nein, denn im Text erfährt man ja, dass es sich bei dem Mann um einen „Marokkaner aus Deutschland“ handelt.

Was denn nun?

Im ganzen Text wird der festgenommene mann immer wieder als „Islamist“ bezeichnet, an einer Stelle sogar als „Islamist aus Deutschland“. Wenn das alles stimmt, dann ist er ein islamistischer Deutscher. Oder auch ein deutscher Islamist. Das so zu schreiben, geht aber anscheinend irgendwie nicht. Wieso eigentlich nicht?

Brad DeLong über die verschiedenen Keynesianismen

23. Mai 2011

Brad DeLong gräbt einen Post aus dem Jahr 2007 wieder aus, in dem er die  „East-Anglian Keynesian economics“ (= post-keynesianische Ökonomie) mit einer gewissen Selbstherrlichkeit belächelt.

Heute scheint er anders zu denken.

Gleichzeitig entdeckt Paul Krugman, dass ein Anstieg der Ressourcenpreise sich entlang der Lieferverflechtungen fortpflanz und irgendwann auch bei allen möglichen Konsumgütern (nicht nur Lebensmittel und Energie) ankommt. Es scheint fast, als habe er Sraffa wiederentdeckt.

Wäre es jetzt nicht an der Zeit, eine Konferenz zu organisieren, bei man die verschiedenen keynesianischen Strömungen zusammenbringt?

General Motors will mehr Elektroautos herstellen

19. Mai 2011

General Motors, der vor kurzem noch insolvente Autogigant aus Detroit, will die Produktion seines Elektroautos Volt massiv steigern.

Das ist erfreulich. Anscheinend können die US-Amerikaner doch noch Autos bauen, die jemand kaufen will. Hoffentlich ist der SUV-Wahn der Vorkrisenjahre nun endlich vorbei.

Die Fehler der Vergangenheit

19. Mai 2011

Europa wiederholt die Fehler der Vergangenheit. Die Arbeitslosenquoten zahlreicher Mitgliedsländer verharren in zweistelligen Bereich. Bisher habe ich von den EU-Gremien leider keinen Vorschlag zur Reduzierung der Arbeitslosigkeit gehört. Keinen einzigen.

James Tobin sagte 1994 über den europäischen Umgang mit den Krisen der 1970er Jahre:

Europe chose never really to recover from the two worldwide oil-shock, anti-inflation recessions of the decade 1973 to 1982. Europe seems content to return to sustainable growth rates at lower and lower rates of utilization, without ever recapturing the ground lost in those recessions. With chronic double-digit unemployment rates in several members of the European Union, the policy might be described as cutting out of the economy large fractions of the population, buying their acquiescence by welfare-state transfers, and then blaming the „structural“ unemployment on the transfers.

Die Fehler der Vergangenheit werden anscheinend wiederholt.