Amerika in Not

Paul Krugman zeigt eine Grafik, die das Ausmaß der Misere in den USA sehr deutlich macht:

Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit hat in den USA einen historischen Höchststand erreicht. Langzeitarbeitslosigkeit war dort anders als in Europa nie ein Thema. Das Gesellschaftsmodell der USA beruht aber auf einer Wirtschaftslage mit Vollbeschäftigung. „Wer Arbeit sucht, der findet auch welche“ – dieser Spruch hat in den USA seit dem 2. Weltkrieg immer gegolten. Wer Arbeit suchte, fand manchmal nur lausige McJobs mit miesen Arbeitsbedingungen und Mindestlohnbezahlung, aber er fand immerhin welche. Vor diesem Hintergrund konnten sich die USA ein extrem schwaches soziales Netz leisten, denn (fast) jeder hatte Arbeit oder konnte welche finden. Das hat sich nun geändert.

Auch in Europa ist es nicht schön, über lange Jahre arbeitslos zu sein. Aber dank staatlicher Transferleistungen kann man wenigstens in ordentlichen Wohnungen leben statt im Trailerpark. Die neuen Langzeitarbeitslosen der USA dagegen stehen vor dem Abgrund.

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