Die Wirtschaftswoche ist ein Propagandaheftchen

Letzten Freitag fiel mir im Wartezimmer eine etwas ältere Ausgabe der Wirtschaftswoche in die Hände. Normalerweise lese ich diese Zeitschrift nicht regelmäßig, und ein kurzes Reinschnuppern hat mich darin bestärkt, dass ich damit auch nicht anfangen muss. Mit seriösem Journalismus hat das, was die Wiwo macht, nämlich nichts zu tun. Ich habe schon Wahlkampfprospekte gesehen, die 1. ausgewogener und 2. besser recherchiert waren. Im Editorial fand sich ein Loblied auf die Kernenergie (ja, so alt war die Ausgabe) und ein paar Seiten später eine kurze Hetzschrift gegen Konjunkturprogramme. In letzterer musste die Fallstudie Düsseldorf dafür herhalten, über das Konjunkturpaket II zu wettern. Ja sicher, Düsseldorf hat wohl kein Konjunkturprogramm gebraucht. Aber das ist wohl kaum repräsentativ, die meisten Kommunen sind im Gegensatz dazu hoch verschuldet.

NB: Düsseldorf hat als Hauptsitz der WestLB übrigens von einem Konjunkturprogramm der besonderen Art profitiert, nämlich der Bankenrettung. Dieses spezielle Konjunkturprogramm wird von oberflächlichen Zeitschriftenartikeln immer wieder außer Acht gelassen.

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