Reale Löhne im Öffentlichen Dienst stagnieren

Die Tarifverhandlungen sind abgeschlossen, die Löhne der Angestellten im Öffentlichen Dienst steigen um 2,3 Prozent. Das klingt natürlich toll. Allerdings sieht das Statistische Bundesamt die Inflationsrate aktuell bei 2,1 Prozent. Das heißt: Nach Abzug der Inflation bleibt ein kümmerlicher „Anstieg“ von 0,2 Prozent übrig.

Weiß eigentlich noch irgendjemand etwas mit dem Begriff verteilungsneutraler Spielraum anzufangen? Ja, die IG Metall weiß es: „Der verteilungsneutralen Spielraum … ergibt sich daraus, wie die gesamtwirtschaftliche Produktivität und die Preise, also die Inflationsrate, steigen“. Die gesamtwirtschaftliche Produktivität, so kann man beim Statistischen Bundesamt erfahren, ist 2010 um 3,1 Prozent gestiegen (BIP pro Erwerbstätigen).

Mal rechnen: 2,1 Prozent Inflation plus 3,1 Prozent Produktivitätszuwachs macht 5,2 Prozent. Mit anderen Worten: Der Abschluss im ÖD liegt satte 2,9 Prozent unter dem verteilungsneutralen Spielraum. Die Umverteilung zulasten der Arbeitnehmer geht weiter…

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