Abstruse Vorwürfe

Sehr geehrte Frau Justizministerin,

Gestern habe ich ein Kaufhaus verlassen und dabei versehentlich Goldschmuck im Wert von 100.000 Euro in meiner Jackentasche gehabt. Daraufhin stellte mir der Kaufhausdetektiv nach und beschuldigte mich des Diebstahls. Dazu kann ich nur sagen: Dieser Vorwurf ist abstrus.

Ich gebe zu, dass ich Blödsinn gemacht habe. Dazu stehe ich. Besonders, nachdem man das Video der Überwachungskamera auf Youtube hochgeladen hat und das ganze Internet zusehen kann, wie ich mich nervös umgucke, den Schmuck in meiner Jackentasche verschwinden lasse und mit Schweiß auf der Stirn und zitternden Händen das Kaufhaus verlasse. Das war wirklich eine große Dummheit von mir. Ich war offensichtlich von der Situation überfordert. Ich hatte ja auch schließlich einen harten Tag hinter mir und musste kurz vor Ladenschluss nochmal in die Stadt, um was zu besorgen. Dafür entschuldige ich mich bei allen, die ich eventuell verletzt habe.

Außerdem bitte ich das Kaufhaus darum, den Schmuck wieder zurückzunehmen.

Damit ist die Angelegenheit für mich allerdings erledigt, ich habe schließlich noch was Besseres zu tun. Sehen Sie, ich habe mich entschuldigt und mich demütig gezeigt. Nun können wir wieder zur Tagesordnung übergehen. In Deutschland laufen doch Terroristen frei herum, das ist wohl wichtiger als so ein unabsichtlicher kleiner Ladendiebstahl. Und überhaupt, dieser Kaufhausdetektiv ist bestimmt ein Linker und startet eine kommunistische Verschwörung, um meinem Ruf zu schaden. Also lassen Sie mich jetzt endlich in Ruhe mit diesem Quatsch.

Mit freundlichen Grüßen

KT

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Eine Antwort to “Abstruse Vorwürfe”

  1. gast Says:

    Hehe…

    Natürlich hat Guttenberg Scheiße gebaut und sollte dafür seinen Hut nehmen. Trotzdem: Welcher Politiker würde denn wegen so einer „Lappalie“ gleich aufhören? Helmut Kohl hat noch mehr Größe bewiesen, indem er einem „Ehrenwort“ gefolgt ist und somit die Geldverschiebemachenschaften der CDU verdeckt und somit weiß-ich-nicht-wie-vielen Politikern der CDU den A… gerettet hat. Wenn da so einer schon nicht seine Mandate (gut, bei Kohl war’s ja nur sein Bundestagsmandat) zurückgibt, dann doch wohl erst recht niemand, der so beliebt ist wie unser Verteidigungsstrahlemann 😉

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