Im Brandfall bitte löschen

Sebastian Dullien schaltet sich in die Debatte um den Umgang mit den staatlichen Schulden der Euroländer ein und kritisiert die Bundesregierung dafür, dass sie ihre Aufgabe im Bestrafen und Disziplinieren ausländischer Regierungen sucht, statt sich um zielorientierte Lösungsansätze zu bemühen: „Leider bringt uns diese Moralisierung in ökonomischen Fragen nicht weiter. Auch wenn es Ihr Nachbar versäumt hat, einen Feuerlöscher zu kaufen, ist es eine schlechte Idee, gerade im Brandfall ein Exempel zu statuieren und ihm den eigenen Feuerlöscher zu verweigern.“

Undenkbar, dass so etwas passiert.

Oder?

Im Oktober 2010 ließ die Feuerwehr von South Fulton, Tennessee, USA, ein Wohnhaus niederbrennen, weil die Eigentümer eine Gebühr von 75 Dollar nicht bezahlt hatten. Die Feuerwehr rückte an, machte es sich bequem und sah zu, wie das Haus niederbrannte. Angeblich befanden sich Haustiere darin, die im Feuer umkamen. Zahlreiche Medien berichteten darüber (u.a. FAZ).

Klar, dachte sich wohl manch einer damals, dass so etwas in den USA passiert, wo König Mammon mit harter Hand regiert. Im ach so solidarischen Europa könnte so etwas nicht passieren. Die Bundesregierung ist allerdings auf dem besten Wege, das Gegenteil zu beweisen.

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